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Die WollWerkstatt des Mobilen Mitmach
Museums befindet sich Im Sandgarten
2 in Walmsburg/Bleckede
(Karte
bei Map24)
Dort können - nach Anmeldung - Veranstaltungen durchgeführt
werden. Außerdem enden dort die Eselwanderungen.
Die WollWerkstatt ist von April bis Oktober an jedem Freitag und
Samstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet; Eintritt inklusive Führung:
5/3 Euro, Gruppen: nach Absprache.
Hier wird die Wolle der hofeigenen Schafe verarbeitet. Besucher
können dabei zusehen, Fragen stellen, Tiere angucken, einzigartige
Produkte aus eigener Produktion einkaufen.
In der WollWerkstatt finden Sie nur handgemachte Produkte aus der
Wolle von eigenen Schafen oder von befreundeten Schafhaltern aus
der Umgebung:
Schaffelle
Handgesponnene
Wolle
Kardierte
Wolle
Pflanzengefärbte
Wolle
Filzprodukte:
Hüte, Westen, Hausschuhe, Taschen
Filzunterlagen
für Babies
Wandbehänge
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Diese Wolle ist anders.
Sie hat mit der Wolle, die wir unter der Bezeichnung "reine
Schurwolle" im Laden kaufen können, nur wenig gemeinsam.
Sie "wächst" auf dem Schaf, wird geschoren und ohne
weitere Behandlung von Hand mit dem Spinnrad versponnen. Danach
werden zwei Fäden zu einem verzwirnt und von der Spule des
Spinnrades auf eine Haspel zu einem "Bind" oder "Strang"
gewunden. Dieser wird an mehreren Stellen locker mit einem Bindfaden
zusammengebunden und in klarem Wasser mit einem Spritzer Haarwaschmittel
so lange gewaschen, bis die Wolle sauber ist. Anschließend
wird sie geschleudert, damit sich kleine Teilchen (z.B. Streu) lösen.
Schließlich wird die Wolle im Schatten vorsichtig getrocknet.
Durch diese schonende Behandlung bleibt der Wert der Wolle weitgehend
erhalten.
Im Gegensatz zu industriell verarbeiteter Wolle wird sie nicht
entfettet, carbonisiert, gekämmt, gestreckt, gebleicht, gefärbt,
eulanisiert, gegen Filzen ausgerüstet. Sie belastet Umwelt
und Gesundheit weder durch industrielle Verarbeitung noch durch
chemische Ausrüstverfahren.
Diese Wolle behält die natürlichen Eigenschaften der
Rohwolle weitestgehend bei. Ungewaschene, unverarbeitete Rohwolle
wurde früher als Heilmittel verwendet. Da ist auch heute noch
etwas dran. Die Wirkung liegt in der Struktur der Fasern und der
Chemie der Aminosäuren begründet.
Diese Wolle ist
temperaturausgleichend
schwer
entflammbar
tropfwasserabstoßend
Wasserdampf
aufnehmend bis zu 30% ihres Eigengewichts ohne nass zu werden
neutralisierend
entgiftend
stoffwechselanregend
selbstreinigend
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In der Spinnstube
Hier lernen Sie nicht den Umgang mit aus dem Internet ersteigerter
dröger, vorverarbeiteter Industriewolle. In diesem außergewöhnlichen
Spinnkursus fangen wir im Stall bei den Schafen an. Damit es denen
dort nicht zu warm wird, werden sie geschoren. Mit dieser neuen
Ernte beginnt unser Spinnkurs.
Sie lernen den Unterschied zwischen vorverarbeiteter Industriewolle
(Abfallprodukt) und Rohwolle (Heilmittel) kennen.
Im Gästezimmer der WollWerkstatt, zwischen den Stubenküken,
bei Tee und Keksen, arbeiten Sie mit allem, was in der Geschichte
zum Spinnen benutzt wurde. Sie lernen den Faden (den Roten) kennen
vom Anfang mit dem Stock bis zum Spinnrad. Die Industrie lassen
wir weg.
Sie arbeiten sich durch die Spinnradsammlung der WollWerkstatt,
lernen verschiedene Antriebe kennen, den Unterschied zwischen Flachs
und Wolle und den zwischen blutigen und wollweich gepflegten Fingern.
Am Ende des Kurses werden wir hoffentlich die ersten Lämmer
begrüßen können.
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