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Geflügel

…gab es früher auf jedem Bauernhof: Die Hühner auf dem Mist, die Enten auf dem Feuerlöschteich, die Gänse im Obstgarten. In der WollWerkstatt gibt es zwei Arten Enten und verschiedene Hühnerrassen.

Enten

Die dicken weißen Enten haben viele Namen. Es sind Warzen-, Flug-, Türken- oder Bisamenten. Einige Kindergartenkinder nennen sie „Flüsterenten“. Sie wurden zu beliebten Haustieren, unter anderem, weil sie zuverlässig mehrfach im Jahr brüten und keinen Krach machen. Sie haben nämlich keine Stimme

Donald

Der Erpel erreicht das Gewicht einer kleinen Gans. Dieser hier heißt Donald und stammt aus dem Museumsdorf Volksdorf. Dort wurde er zu einem Pflegefall, weil ihm die Schweine den Schwanz abgebissen hatten. In Erinnerung an seine weibliche Pflegekraft lief er allen Frauen im Museumsdorf hinterher und war daher dort nicht mehr haltbar.
Seine Ente heißt Fipsi-Eimerente und stammt auch aus Volksdorf. Sie brütete einst im Futtereimer im Hühnerstall und wurde seitdem von allen anderen Enten verhauen.

Laufente

Bei den Pinguinähnlichen Enten handelt es sich um indische Laufenten. Sie stammen ursprünglich von der Stockente ab.
Sie mussten in ihrer Heimat Südostasien immer selbst zum Markt laufen. Daher bildete sich diese Laufform aus. Um 1850 wurden sie nach England eingeführt. Von dort verbreiteten sie sich über Europa. Diese gute Legeente wird heute nur noch als „Schneckenpolizei“ gehalten, da Enteneier in Deutschland nicht gehandelt werden dürfen.

Hühner

Früher hatte jeder Landstrich seine eigene, den Ansprüchen angepasste Hühnerrasse. Die meisten sind heute ausgestorben.

Moeve

Bei den weißen Hühnern mit dem gesprenkelten Rücken handelt es sich um letzte Vertreter der Rassegruppe „Sprenkelhühner“. Es sind Ostfriesische Möven. Sie legen weiße Eier, die für die MoMiMu-Osterprogramme gebraucht werden.

Die ganz braunen Hühner sind Hybrid-Hühner, die in Batterien und großen Bodenhaltungen gehalten werden. Sie sind auf hohe Legeleistung, konstantes und hohes Eigewicht und Stressresistenz konzipiert. Sie sind ein Gemisch aus mehreren Rassen.
Die Stressresistenz ist sehr wichtig, da Hühner nur in kleinen Gruppen leben. Sie können sich ca.50 andere Hühner merken. Innerhalb dieser Gruppe herrscht eine strenge Hierarchie (Hackordnung). In großen Gruppen kommt das Gefüge immer wieder durcheinander, was permanenten Stress bedeutet, in dessen Folge die Hühner mit dem Eiergeschäft aufhören würden.
Zur Eiererzeugung leben mehrere Hundert Hühner, manchmal auch Tausende Tiere zusammen in einer „Gruppe“. Auch in Bio–Betrieben ist das so. Anders können diese Betriebe heute nicht mehr wirtschaften.
Daher ist die Stressresistenz so wichtig.

Dann gibt es noch die Walmsburger Goldköpfe. Bei ihnen handelt es sich um eine relativ junge temporäre Rasse, die erstmals als Ergebnis einer Zufallspaarung 2007 auftrat. Sie sind weiß mit goldenen Köpfen und legen runde braune Eier.
Ihre Spezialität ist die Kindergarteneignung. Sie werden regelmäßig von den Kindern des Walmsburger Kindergartens besucht und lassen sich auch auf den Arm nehmen.